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Herztod
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Der Sieg über den Herztod

Quelle: ZeitenSchrift, 19/1998, S. 3-8

 

Herzinfarkt, Schlaganfall und Kreislaufkrankheiten sind die Todesursache Nummer eins. Heute stirbt in Europa jeder zweite Mann und jede zweite Frau daran. Das kranke Herz ist zur schlimmsten Seuche der modernen Gesellschaft geworden; eine Seuche, die sich schleichend und unbemerkt in den Körper frißt: Bereits im jugendlichen Alter von dreißig Jahren leidet jeder zweite Mensch an einer beginnenden Atherosklerose der Herzkranzgefäße, ohne es zu wissen. Wenn nichts dagegen unternommen wird, führt dies früher oder später zu einem Herzinfarkt. So konnte man bei jungen Soldaten, die im Vietnamkrieg fielen, in zwei von drei Fällen atherosklerotische Ablagerungen nachweisen.
In den letzten drei Jahrzehnten starben weltweit über 100 Millionen Menschen an den Folgen einer Herzschwäche: in den vergangenen hundert Jahren waren es über eine halbe Milliarde Menschen. 500 Millionen verfrühte Tode, die zum größten Teil unnötig und vermeidbar gewesen wären. Herzinfarkt und Schlaganfall sind nämlich keine echten Krankheiten, sondern die Folgen eines chronischen Vitaminmangels.(...)
Es sind nur zwei Geschöpfe bekannt, die an Herzinfarkt sterben: der Mensch und das Meerschweinchen. Beiden ist es gemein, daß ihre Körper kein eigenes Vitamin C zur Stabilisierung ihrer Arterienwände herstellen können. Sie müssen es über die Nahrung zuführen. Gelingt ihnen das nicht sterben sie. Wie in früheren Jahrhunderten die Seeleute, die häufig innerlich verbluteten, weil die Blutgefäße und Magenwände aufbrachen. Skorbut nennt man diese einst gefürchtete Seefahrerkrankheit. Die Ursache war ein extremer Vitaminmangel – vor allem an Vitamin C –, entstanden durch die langen Schiffsreisen, wo man über Wochen oder Monate hinweg überhaupt keine frischen Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse zu sich nehmen konnte.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nichts anderes als ein Frühstadium von Skorbut, hervorgerufen durch einen chronischen Vitaminmangel. Die meisten Menschen nehmen heute gerade noch soviel Vitamin C auf, daß offener Skorbut verhindert wird; dennoch ist es viel zu wenig, um die Gesundheit des Kreislaufsystems aufrechtzuerhalten.
Dank der Zellularmedizin wissen wir heute, daß jede Körperzelle dieselben Biokatalysatoren, denselben biologischen "Brennstoff" benötigt, um ihre biochemischen Lebensfunktionen aufrechtzuerhalten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Aufgabe die Zelle im Körper hat. Die wichtigsten Biokatalysatoren sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und bestimmte Aminosäuren. Zum großen Teil können wir diese nicht selbst herstellen, sondern müssen sie über die Nahrung aufnehmen.
So ist ein Vitaminmangel in den Arterienwandzellen die häufigste Ursache von Herzinfarkt, Schlaganfall und Blutdruck. Herzmuskelzellen, denen es an Vitaminen mangelt, sind die wichtigste Ursachen von Herzinsuffizienz und Herzrythmusstörungen.



Atherosklerose: Notreparatur bei Vitaminmangel
Vitamin C ist der Zement des Körpers und der Blutgefäße, weil es die Produktion von Kollagen, Elastin und anderen Stabilitätsmolekülen im Körper fördert. Kollagen gleicht in Aussehen und Funktion den Eisenstangen, die in Stahlbetonbauten zur Verbesserung der Stabilität in den Beton eingegossen werden. Millionen dieser biologischen Stabilitätsmoleküle bilden das Bindegewebe des Körpers, der Knochen, der Haut und der Wände unserer Blutgefäße.
Je mehr Vitamin C vorhanden ist, desto mehr Kollagen können die Gefäßwandzellen produzieren, und um so stabiler sind die Wände der Arterien, Venen und Kapillaren. Dies ist sehr wichtig, weil sie wegen der mechanischen Dauerbelastung durch den gepulsten Blutstrom stark beansprucht werden. Genügend Vitamin C hält deshalb die Blutgefäße geschmeidig.
Hat der Körper jedoch zuwenig Vitamin C zur Verfügung, können die Blutgefäße nicht ausreichend verstärkt werden und an den Innenwänden der Arterien entstehen Millionen kleiner Risse und Läsionen – der Beginn von Atherosklerose. Wenn alles Vitamin C aufgebraucht ist, beginnen sich die Bindegewebe und Blutgefäßwände aufzulösen und man stirbt an inneren Blutungen (Skorbut).
Weil wir heute fast alle an chronischem Vitaminmangel leiden, sind die Wände unserer Blutgefäße häufig von Rissen durchsetzt. Der Körper versucht deshalb, seine Blutgefäße auf andere Weise zu stabilisieren, indem er die Risse durch Fette und Eiweiße aus dem Blut kittet. Diese "Not-Reparatur" führt zu einer erhöhten Cholesterinproduktion in der Leber. Das Cholesterin ist also ein körpereigener "Ersatzmörtel", weil durch Vitamin C-Mangel keine normalen Stabilitätsmoleküle gebildet werden können.
Leidet ein Mensch über Jahre oder Jahrzehnte an chronischem Vitamin C-Mangel, produziert der Körper unablässig zuviel Cholesterin und andere Blutfette, die sich in den Blutgefäßen Schicht um Schicht ablagern. Diese überschließenden "Ausbesserungen" bilden nun die berüchtigten atherosklerotischen Ablagerungen, welche die Blutgefäße verengen und letztlich zum Infarkt führen. Da die Herzkranzgefäße der größten Belastung ausgesetzt sind, entstehen dort auch die meisten Risse, die wiederum atherosklerotische Ablagerungen nach sich ziehen. Deshalb sind Herzinfarkte – und nicht Infarkte anderer Organe – weitaus am häufigsten. Analog führt eine Verengung der Gehirnarterien zum Hirnschlag.(...)



Weniger Vitamine in der Nahrung
In früheren Generationen ernährten sich die Menschen mit genügend biologischen Früchten, Gemüse und Getreide, so daß die notwendige Vitaminversorgung einigermaßen gedeckt war. Heute ist die Qualität der meisten Lebensmittel durch industrielle Anbaumethoden massiv gesunken; zudem werden die wenigen verbliebenen Vitalstoffe durch industrielle Verarbeitungsmethoden und die Konservierung oft noch völlig zerstört. Die Eßgewohnheiten haben sich in den letzten Jahren ebenfalls verschlechtert.
Obwohl wir mit der Nahrung tendenziell immer weniger Vitamine aufnehmen, benötigen wir gerade heute besonders viele Vitamine: Es ist erwiesen, daß Umweltbelastungen wie Abgase und Gifte, Elektrosmog und Radioaktivität zu einem erhöhten Vitaminverbrauch des Körpers führen, der auf diese Weise die Schäden zu minimieren versucht. So führen beispielsweise Freie Radikale aus Umwelt und vor allem aus Zigarettenrauch zu einer Oxidation der Blutgefäßwände ("biologisches Rosten" und "Raucherbein") und fördern so atherosklerotische Ablagerungen. Vitamin C, Vitamin E, Beta-Karotin und andere Vitamine gehören zu den wirksamten Antioxidantien, welche diese Schäden beheben können. Und Vitamin D hilft bei der Entfernung von Kalkablagerungen in den Arterienwänden.
Aus diesem Grund sollten wir zusätzlich Vitaminpräparate einnehmen, da wir auf natürliche Weise unseren Vitaminbedarf kaum mehr decken können – selbst wenn wir uns gesund ernähren. Amerika dient uns Europäern diesbezüglich als Vorbild: Seit sich der Vitamin C-Verbrauch in den USA während der letzten dreißig Jahre vervielfacht hat, sind Herzinfarkt und Schlaganfall als Todesursache um fast die Hälfte gesunken. Jeder zweite Amerikaner nimmt regelmäßig Vitaminpräparate ein.
In Europa sind es weniger als fünf Prozent. Dementsprechend hoch sind denn auch die Sterberaten der Herz-Kreislauf-Erkrankungen (häufigste Todesursache). In Osteuropa steigen die Raten noch immer an.



Atherosklerose ist umkehrbar
Angina Pectoris, Bluthochdruck, Herzschwäche oder Herzrthythmusstörungen sind ebenfalls direkte Folgen einer jahrelangen chronischen Unterversorgung von Vitaminen und anderen wichtigen Vitalstoffen. Dabei verengen sich die Blutgefäße durch atherosklerotische Ablagerungen immer mehr, bis irgendwann ein Blutgerinnsel das Gefäß vollständig verstopft und ein Herzinfarkt oder Hirnschlag eintritt.
Solche Ablagerungen bilden sich über Jahre. Wenn nichts dagegen unternommen wird (meist merkt man es ja erst, wenn es schon fast zu spät ist), nehmen die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen jedes Jahr um ungefähr 44 Prozent zu.(...)
Dieselbe Ultra Fast CT-Methode bewies nun im Rahmen einer klinischen Studie, daß im Frühstadium der Koronarsklerose die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen nicht nur gestoppt werden können, sondern mit der Zeit sogar durch die Einnahme der Vitaminpräparate verschwinden! So bildete sich die Koronarsklerose bei einigen Patienten innerhalb eines Jahres vollständig zurück.(...)



Erfolgreiche Vitaminstudien
Eine über zehn Jahre laufende Studie der Universität Los Angeles an 11.000 Amerikanern zeigte, daß eine Vitamin C-Zufuhr von täglich 300 Milligramm – im Vergleich zum amerikanischen Durchschnitt von 50 Milligramm – die Herzinfarktrate bei Männern um bis zu 50 Prozent und bei Frauen um bis zu 40 Prozent senkte. Außerdem erhöhte sich die Lebenserwartung bis zu sechs Jahren.
Bereits vor 40 Jahren wies ein kanadischer Arzt nach, daß Atherosklerose in den Beinarterien (Krampfadern) in 30 Prozent der Fälle abnahm, wenn 1,5 Gramm Vitamin C eingenommen wurde. Und Professor Gey von der Universität Basel, belegte, daß die Bevölkerung Nordeuropas, deren Herz-Kreislauf-Risiko am größten ist, den niedrigsten Blut-Vitaminspiegel aufweist. Andererseits hat die Bevölkerung Südeuropas, deren Herz-Kreislauf-Risiko am geringsten ist, den höchsten Blut-Vitaminspiegel. Daraus folgerte die Studie, daß eine optimale Vitaminzufuhr für die Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos viel wichtiger ist als die Senkung des Cholesterinspiegels.
Ein erster Zwischenbericht der "Nurses Health Study" (87.000 amerikanische Krankenschwestern untersucht) zeigte 1993, daß die Zufuhr von Vitamin E das Herzinfarktrisiko um ein Drittel senkt. Die "Health Professional Study" (39.000 Männer untersucht) kam zum gleichen Ergebnis und wies zudem nach, daß die Einnahme von Beta-Karotin das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 30 Prozent senkt. Die Harvard Studie "Physicians Health Study" (22.000 Ärzte untersucht) kam 1992 zum Schluß, daß täglich 50 Milligramm Beta-Karotin das Risiko eines Infarktes oder Schlaganfalls bei bereits erkrankten Männern um die Hälfte senkt.
All diese Ergebnisse sind weitaus besser als sie jedes pharmazeutische Medikament vorweisen kann. Einmal mehr verwechselt die allopathische Medizin Ursache und Wirkung: Die überall vertretene Lehrmeinung, daß ein hoher Blutspiegel an Cholesterin und anderen Risikofaktoren die Arterienwände schädige und zu Atherosklerose führe, ist nicht länger haltbar. Wie bereits beschrieben, ist ein überhöhter Cholesterinwert das Anzeichen eines chronischen Vitaminmangels und der körpereigene Versuch, die Arterienwände mit Ersatzstoffen zu kitten. Normalisiert sich der Vitaminhaushalt, drosselt die Leber automatisch die Cholesterinproduktion. Bester Beweis für diese Tatsache sind die Winterschläfer im Tierreich: Während des Winterschlafes, wo sie kaum Vitamin C produzieren, weisen Bären beispielsweise einen Cholesterinspiegel von über 400 mg/l auf. Diese extrem hohe Konzentration müßte eigentlich zu einem Bärensterben durch Herzinfarkt führen; doch diese Tiere kennen diese Krankheit nicht einmal, weil sie durch die Nahrungsaufnahme im Frühling wieder so viel eigenes Vitamin C herstellen, daß die Arterienwände genügend stabilisiert werden können.
Von diesen Zusammenhängen wollen die Pharmakonzerne indes nichts hören. Setzen sie doch Millarden um mit cholesterinsenkenden Medikamenten. In den 70er Jahren mußte eine WHO-Studie zur Wirksamkeit von Cholesterinsenkern der Fibrat-Gruppe abgebrochen werden, weil so massive Nebenwirkungen auftraten. Eine Studie aus den 80er Jahren zeigte, daß die Einnahme von cholesterinsenkendem "Cholestyramin/Quantalan" kaum Erfolge brachte und die Versuchspersonen auffallend häufig an Unfällen und Selbstmorden starben.
Seit zehn Jahren sind sogenannte Statine auf dem Markt (Lovastin/Mevicanor/Mevacor; Pravastin/Pravasin/ Pravastatin Natrium; Simvastatin/Zocor/Zocord), die nicht nur die körpereigene Cholesterinproduktion drosseln (eine falsche Symptombehandlung!), sondern auch die Produktion anderer lebenswichtiger Substanzen. Dies kann unter anderem zu lebensbedrohender Herzinsuffizienz führen, wie Prof. Karl Folkers in der Zeitschrift der amerikanischen Wissenschaftsakademie schrieb. Neben Herzmuskelschwäche können diese pharmzeutischen Medikamente auch Leberfunktionsstörungen und Krebs verursachen. So titelt das amerikanische Ärzteblatt "Journal of the American Medical Association" am 3. Januar 1996: "Krebserregung durch blutfettsenkende Medikamente". Dabei handelt es sich vor allem um die erwähnten Fibrate und Statine. In diesem Artikel steht zudem, daß die Pharma-Unternehmen diese bekannte Tatsache so weit heruntergespielt hatten, daß das amerikanische Bundesgesundheitsamt die Medikamente schließlich zuließ. Eine solche Blauäugigkeit wird erst verständlich, wenn man weiß, daß fast alle "unabhängigen" Prüfer der Medikamenten-Zulassungsbehörde auf den Gehaltslisten der Pharmakonzerne stehen (vgl. Thomas Moor’s Buch "Deadly Medicine").
Mehrere hundert Millionen Menschen leiden weltweit an Bluthochdruck, der verbreitetsten Volkskrankheit. In über 90 Prozent der Fälle räumt die Schulmedizin ein, keine Ahnung von den Ursachen zu haben; man kaschiert dieses Nichtwissen mit dem Begriff "essentielle Hypertonie". Betablocker, Diuretika und andere Medikamente sollen dann den Blutdruck senken.
Die Hauptursache liegt wiederum in einem chronischen Vitaminmangel, der zu einer Anspannung und Verdickung der Arterienwände und in der Folge zu einem erhöhten Blutdruck führt. Andererseits hat eine verminderte Spannung der Arterienwände eine Vergrößerung des Arteriendurchmessers und damit einen zu niedrigen Blutdruck zur Folge. Verschiedene klinische Studien zeigen, daß die natürliche Aminosäure Arginin, sowie Magnesium, Coenzym Q-10 und Vitamin C regulierend in den Zellhaushalt eingreifen und den Blutdruck zu senken vermögen. Vitamin C hält zudem die optimale Viskosität des Blutes aufrecht.
Weltweit 15 Millionen Menschen leiden an einer Herzmuskelschwäche, was zu Atemnot, Ödemen und Erschöpfungszuständen führt. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Zahl dieser Patienten verdreifacht. Weil sich durch die verminderte Leistungsfähigkeit des Herzens im Körper Wasser ansammelt (die Niere wird nicht genügend durchblutet), beschränken sich die herkömmlichen Behandlungen meist auf Entwässerungsmedikamente (Diuretika). Diese "Hilfe" ist mehr als unzulänglich, sind doch fünf Jahre nach der Feststellung einer Herzinsuffizienz die Hälfte aller Patienten tot. Denn Diuretika schwemmen nicht nur Wasser aus, sondern auch die wasserlöslichen Mineralstoffe und Vitamine, allen voran Vitamin C und B. Da gerade ein Mangel an diesen Vitalstoffen zur Herzinsuffizienz führt, wird die Krankheit durch Diuretika noch verschlimmert.(...)
Ähnlich verhält es sich mit Diabetes, die Blindheit, Nierenversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen kann. Man unterscheidet zwischen einer angeborenen Zuckerkrankheit, hervorgerufen durch eine angeborene Mangelfunktion der Bauchspeicheldrüse (zu geringe Insulinproduktion), und einer erworbenen Zuckerkrankheit, die meist im Erwachsenenalter ausbricht und deren Ursachen weitgehend unbekannt sind. Gerade diese Form der Diabetes nimmt heute in beunruhigendem Maße zu.
Den Blutzuckerspiegel zu senken, ist eine wichtige Funktion, aber unvollständige Maßnahme. Die Zellularmedizin konnte nachweisen, daß in der Bauchspeicheldrüse ein chronischer Mangel an Vitaminen und anderen Vitalstoffen zu einer reduzierten Insulinausschüttung führt.
Die chemische Struktur von Vitamin C und Glucose (Zucker) ist fast identisch. Der Körper eines diabeteskranken Menschen verwechselt nun diese beiden Moleküle, was die Ursache dieser Krankheit ist: In einem gesunden Stoffwechsel transportieren kleine biologische Pumpen (Endothelzellen) eine optimale Menge von Zucker und Vitamin C aus der Blutbahn in die Blutgefäßwand. Beim Diabeteskranken führt der hohe Blutzuckerspiegel zu einer Überladung der Zellpumpen mit Zuckermolekülen; gleichzeitig werden die Vitamin C-Moleküle verdrängt. Dadurch wird zuviel Zucker und zuwenig Vitamin C in die Gefäßwand eingelagert. Es kommt zu der schon oft beschriebenen krankhaften Verdickung der Blutgefäßwände. Die Ablagerungen treten durch die Zuckerkrankheit nicht nur am Herzmuskel auf, sondern im ganzen Bereich des Kreislaufsystems. Deshalb können Durchblutungsstörungen bei Diabetikern überall auftreten.
Nehmen Zuckerkranke zusätzlich Vitamin C ein, kann das Gleichgewicht zwischen Zucker und Vitamin C im Blut künstlich normalisiert werden. Wissenschaftliche Untersuchungen und klinische Studien haben denn auch die positive Wirkung von Vitamin C und E, vom Spurenelement Chrom und anderen Vitalstoffen auf Diabetiker nachgewiesen. Schon 1937 (!) hatte eine klinische Studie der Universität Wien gezeigt, daß eine tägliche Dosis von 300 bis 500 mg Vitamin C den Blutzuckerspiegel von Diabetikern um durchschnittlich 30 Prozent senken konnte, während der Insulinbedarf um 27 Prozent zurückging. In einer Standford-Studie von 1973 wurde bewiesen, daß man mit einem Gramm Vitamin C 2,5 Einheiten Insulin einsparen kann.
Obwohl man diese Zusammenhänge schon seit über 50 Jahren kennt, hat die Pharmaindustrie es geflissentlich vermieden, die nötigen Lehren daraus zu ziehen und auf diesem Gebiet weiterzuforschen.(...)



Erhöhter Vitaminverbrauch
Nicht nur Umwelteinflüsse oder Rauchen führen zu einem erhöhten Vitaminverbrauch, sondern auch Streß. Unter Streß schüttet der Körper hohe Mengen des Hormons Adrenalin aus, zu dessen Produktion Vitamin C verbraucht wird – pro Adrenalinmolekül ein Molekül Vitamin C. Frauen, die mit der Anti-Baby-Pille verhüten, nehmen damit das Hormon Östrogen zu sich. Schon 1972 stand im Wissenschaftsmagazin "Natur", daß man bei Frauen, die Hormonpräparate einnehmen, einen deutlich niedrigeren Vitamin C-Spiegel im Blut gemessen habe. Dieser so verursachte Vitaminmangel ist auch der Grund, weshalb Frauen, die hormonell verhüten, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben.
Pharmazeutische Medikamente sind im allgemeinen synthetische Stoffe, die im Körper biochemisch "entgiftet" werden müssen, bevor wir sie ausscheiden können. Dies geschieht in der Leber und verbraucht viel Vitamin C und andere Vitaminstoffe als Katalysatoren. Außerdem verhindern gewisse Medikamente, daß Vitamine vom Darm optimal ins Blut aufgenommen werden können. So etwa der Cholesterinsenker Cholestyramin (Quantalan), den hunderttausende Patienten einnehmen. Diese Substanz bildet einen Brei im Darm, der Vitamine und andere Stoffe bindet, weswegen sie nur schlecht in die Blutbahn absorbiert werden können.
Besonders Dialyse-Patienten sollten unbedingt Vitamin-Präparate zu sich nehmen, da durch die maschinelle Blutreinigung nicht nur die Schadstoffe herausgefiltert werden, sondern auch die Vitamine und Vitalstoffe. Dadurch werden der chronische Vitaminmangel und die Krankheit noch verstärkt. Vor und nach Operationen ist ein hoher Vitamingehalt im Blut ebenfalls wichtig, weil dadurch die Wundheilung beschleunigt wird. So hat die renomierte Harvard-Universität begonnen, ihren Patienten vor, während und nach chirurgischen Eingriffen eine Vitaminergänzung zu empfehlen.
Gegenwärtige wird in diversen Untersuchungen erforscht, wie weit Vitamine und andere Vitalstoffe in der Vorbeugung und Behandlung anderer sogenannter Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden können. Die ersten Resultate scheinen erfolgversprechend.
Da erstaunt es wirklich nicht, daß in den führenden Medizinbüchern nach wie vor kaum etwas über die lebenswichtigen Funktionen von Vitaminen und anderen Zellfaktoren zu finden ist. Um so mehr, als die Lehrbücher der Biochemie voll davon sind. Statt dessen geistert immer wieder die Behauptung durch die Presse, eine Überdosis an Vitaminen könne die Gesundheit schädigen (Beispiel Nierensteine). Dabei hatte die New Yorker Akademie der Wissenschaft 1992 einen umfassenden Bericht veröffentlicht, worin man allen Meldungen über angebliche Nebenwirkungen von Vitaminen nachgegangen war. Keiner dieser Berichte erwies sich als stichhaltig. Alle waren sie nur Vermutungen oder gezielte Falschmeldungen, die jeder Grundlage entbehrten. Es konnte bis jetzt kein einziger Fall gezeigt werden, wo ein Mensch an einer Überdosis Vitaminen gestorben wäre – jedoch sind allein in den USA im vergangen Jahrzehnt nachweislich über eine Million Menschen an den Folgen von Medikamentennebenwirkungen umgekommen.(...)

 

 

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Stand: 30. November 2001